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Weihnachtliches Kinderturnier in Hessen


Bei Schneefall und in vorweihnachtlicher Stimmung fand vom 18.-20. Dezember die nunmehr sechste Auflage des Kinderturnieres der Hessischen Schachjugend statt. Neben dem Turnier hatten die 58 Teilnehmer und Teilnehmerinnen beim Plätzchen backen, Weinachtsgeschichten hören und Geschenke basteln sichtlich Spaß. Unsere Redakteurin Jasmin war mit von der Partie und erzählt von ihren Erlebnissen.

Als ich in der Jugendherberge ankomme, beginnt es zu schneien. Da verwundert es nicht, dass das Handy von Turnierleiter Alexander Lähnwitz an diesem Abend besonders häufig klingeln wird. Zahlreiche Eltern müssen aufgrund der widrigen Wetterbedingungen die Verspätung ihrer Kinder ankündigen. Denn heute, am 18. Dezember 2009, beginnt hier in Bad Homburg bereits zum sechsten Mal eines der schönsten Kinderturniere Deutschlands: Die Offene Hessische U8 Einzelmeisterschaft.

Selbst aus dem weit entfernten Berlin kommt Familie Schnabel mit Bennett und Luise angereist. Deren Partie muss allerdings wegen des Schnees auf den nächsten Tag verlegt werden.

In sieben Runden mit einer Bedenkzeit von 30 Minuten werden die 58 kleinen Teilnehmer in den nächsten drei Tagen um die heiß begehrten Preise kämpfen. „Klein aber oho“ trifft es hier genau und deshalb wollen die angehenden ProfischachspielerInnen auch neben dem Schachbrett gut unterhalten sein. Alexander Lähnwitz und sein fünfköpfiges Betreuerteam machen dem Etikett „kinderfreundlich“ hierbei alle Ehre.

Bei der Begrüßung bekommt jeder ein Namensschild in Form eines Engels oder Schneemanns umgehängt. Diese sehen einem Engel oder Schneemann allerdings erst entfernt ähnlich, denn hier ist die Kreativität der Kinder gefragt. Im extra hergerichteten „Bastelraum“ können sie ihr Namensschild individuell gestalten und am Samstag beim Bastelwettbewerb ins Rennen schicken. Dass diese Möglichkeit zur Genüge genutzt wird, ist allein am ständig herrschenden Tohuwabohu in diesem Raum zu erkennen.

Den Freitag wollen nach der ersten Runde viele mit den „Weihnachtsgeschichten“ ausklingen lassen. Die Kinder sitzen auf Decken und hören zu, wie Jasmin von Pelle oder dem leidigen Warten auf Weihnachten erzählt.

Auch die nächsten zwei Tage halten nicht nur schachlich eine Menge bereit. Nach drei Runden gibt es immerhin acht Leute, die noch keinen Punkt abgegeben haben. Eltern sind als Zuschauer im Spielsaal zwar erlaubt, aber nur in einem klar abgegrenzten Bereich, so dass sich Jan, Helene und die anderen voll und ganz auf die 64 Felder konzentrieren können.

Wer so viel Schach spielt, muss sich danach natürlich austoben. Am Samstag nutzen viele das Angebot eines gemeinsamen Schwimmbadbesuches, der von der Hessischen Schachjugend finanziert wird. Vorher wurde der Speisesaal der Jugendherberge in ein Schlachtfeld verwandelt, denn beim alljährlichen Plätzchenbacken geht es meistens drunter und drüber. Herausgekommen sind wunderschön verzierte Knabbereien, die allerdings erst bei der Siegerehrung verteilt werden.

Doch das Warten ist hier nicht lange und nach der Hausrallye fallen die meisten todmüde ins Bett.

Am nächsten kann sich Emil Schmidek mit unglaublichen 6,5 Punkten vor Frederik Stobbe und Niklas Kölz mit 6 Punkten durchsetzen. Dafür darf er bei der Siegerehrung auch als Erster nach vorne gehen und sich einen Sachpreis aussuchen.

Bevor ich am Sonntag gehe, frage ich ein paar Kinder, ob sie das Wochenende schön fanden und nächstes Jahr wieder dabei sein wollen. Da werde ich komisch angeschaut - was für eine blöde Frage! Wer noch mehr über dieses Turnier wissen will, kann noch mehr auf der Seite der hessischen Schachjugend erfahren.

Jasmin Breitwieser


Ein gut gefüllter Turniersaal

 


In der Vorweihnachtszeit dürfen Geschichten nicht fehlen ...

 


und Plätzchenbacken natürlich auch nicht!

 


Für fehlende Weihnachtsgeschenke war ebenfalls vorgesorgt

 


Pünktlich zum Turnierbeginn fing es an zu schneien

 


Preisrätsel