Kinderreporter interviewen den 1. Vorsitzenden
Heute haben wir, die Kinderreporter Lucas und Sara, den 1. Vorsitzenden der Deutschen Schachjugend Christian Warneke interviewt. Das war ganz nett und wir haben gleich gesagt, dass wir uns mit „Du“ anreden. Das Interview haben wir per Telefon gemacht und uns immer das Telefon weitergereicht.
Falls ihr selbst mal einen Schachspieler, Schiedsrichter, Nationalspieler und andere für diese Seite interviewen wollt, nur zu! Wer von Euch ein ganzes Interview führen oder sich Fragen für ein Interview auszudenken möchte, kann sich bei der Fritz&Fertig-Redaktion melden. Wir kontaktieren Euch, sobald der nächste Interviewpartner bereit steht.
Kinderreporter: "Sag mal, Christian,
spielst Du lieber schwarz oder weiß?"
CWa: "Ich spiele lieber weiß. Dann
kann ich anfangen und ein kleines bisschen mehr bestimmen, in welche Richtung
die Partie verläuft."
Kinderreporter: "Und was ist denn Deine
Lieblingsfigur?"
CWa: "Vom Aussehen her, ganz klar der
Springer."
Kinderreporter: "Wie wird man
Vorsitzender der Deutschen Schachjugend?"
CWa: "Man wird von den Delegierten aus den verschiedenen Bundesländern auf
der Jugendversammlung der Deutschen Schachjugend gewählt."
Kindereporter: "Und was macht man da den ganzen Tag?"
CWa: "Naja, dadurch dass es eine
ehrenamtliche Tätigkeit ist, kann man nicht jeden Tag von morgens bis abends in
Sachen Schach unterwegs sein. Aber zu meinen Aufgaben gehört, die Schachjugend
im Präsidium des Deutschen Schachbundes zu vertreten, die Arbeit in unserem
Vorstandsteam zu koordinieren, neue Ideen zu entwickeln und natürlich auch,
gute Angebote zu pflegen und weiterzuentwickeln.
Dies geht natürlich nicht alleine, deswegen
gibt es ein ganzes Vorstandsteam in der Deutschen Schachjugend und auch in den
einzelnen Bundesländern und Vereinen sind viele Leute aktiv, die sich für das
Jugendschach in Deutschland engagieren."
Kinderreporter: "Ist das nicht langweilig?"
CWa: "Nein, im Gegenteil – es macht große Freude."
Kinderreporter: "Wie hast Du denn mit
Schach angefangen?"
CWa: "Mir hat mein Vater mal die Regeln gezeigt. Da war ich ungefähr sechs
Jahre alt. Dann habe ich ein paar Mal gespielt, aber so richtig ging es erst später
los. In der 5. Klasse gab es in unserer Schule eine Schach-AG und da hatte ich
dann Feuer gefangen."
Kinderreporter: "Warum hast Du Schach nicht mit Fritz & Fertig gelernt?"
CWa: "Hätte ich gerne, aber das gab es
damals Ende der 80er Jahre noch nicht. Zwar gab es schon Schach-Computer, aber
erst mit der Zeit sind die viel stärker geworden. Und Schach-Programme für den
PC waren auch seltener, weil noch nicht so viele Leute einen Computer zu Hause
hatten."
Kinderreporter: "Wenn Du Schach
spielst, woran denkst Du dann?"
CWa: "Na ja, ich versuche schon, mich auf die
Stellung zu konzentrieren…"
Kinderreporter: "Wie oft spielst Du Schach? Wann hast Du das letzte Mal
gespielt?"
Cwa: "Ich spiele eher unregelmäßig. Manchmal schaffe ich es, ein paar Mal
hintereinander zu dem Spielabend in meinem Verein. Der findet immer freitags
statt. Richtige Turnierpartien spiele ich aber nur wenige im Jahr. Das sind dann
die Mannschaftskämpfe mit meiner Mannschaft in Hamburg."
Kinderreporter: "Ich habe gesehen, dass
es ein Horoskop für Schachspieler gibt. Glaubst Du an Horoskope?"
Cwa: "Du meinst bestimmt das Horoskop für Schachspieler der Deutschen
Schachjugend auf der Seite http://www.deutsche-schachjugend.de
– Generell glaube ich nicht an Horoskope. Das von Chessy ist aber etwas ganz
besonderes!"
Kinderreporter: "Was sagst Du Leuten, die sagen, dass Schach langweilig
ist?"
CWa: "Zuerst frage ich sie, ob sie schon Fritz und Fertig ausprobiert haben
und dann erkläre ich Ihnen, warum Schach eine der intensivsten und
anstrengenden Sportarten überhaupt ist."
Kinderreporter: "Christian, wir danken Dir für das Interview."
[Lucas und
Sara]

Christian Warneke, der 1. Vorsitzender der Deutschen Schachjugend

Christian hält eine Rede zum 50. Jubiläum des Hamburger Schachjugendbundes

Christian spielt Schach mit seinem Stellvertreter Michael Klein