Rechtes Alsterufer gewinnt erneut
Am 31. März war es wieder soweit und das CCH, das Kongresszentrum in Hamburg, öffnete seine Türen für über 2500 schachspielende Schülerinnen und Schüler aus ganz Hamburg. Das Alsteruferturnier findet nunmehr seit über 50 Jahren statt und zieht Schüler von 6-19 Jahren an, von der Grundschule bis zum Gymnasium, die in Achtermannschaften gegeneinader antreten. Nach zwei Stunden konnte sich das rechte Alsterufer über 674 gewonne Partien freuen, während das linke Alsterufer auf 646 Punkte kam. Die Fritz&Fertig-Redaktion hat Martin Ligenza (10 Jahre) bei seinem Alsteruferturnier ein wenig begleitet.
Alsteruferturnier bedeutet für die Schülerinnen und Schüler nicht nur
Grübeln und Nachdenken über den besten Zug, sondern auch schulfrei. Da es um
10.00 Uhr losgehen sollte, musste Martin mit den 37 Mannschaften der Grundschule
Genslerstraße statt Mathe und Deutsch zu pauken gleich morgens den Weg ins
Kongresszentrum in Hamburg antreten. In seiner Schule ist Schach sogar ein Fach
und für die vielen Teilnehmer wurde ein Sonderzug der Verkehrsbetriebe zur
Verfügung gestellt.
Martin hatte in diesem Jahr die Ehre die deutschen Farben in einem
Internetvergleichskampf gegen Südafrika zu vertreten. Zusammen mit seinen
Schulkameraden spielte er zwei Partien gegen Schüler aus der Stadt Durban
(Südafrika), wo Deutschlands Fußballer im Sommer ihr erstes Spiel bei der
Fußballweltmeisterschaft austragen werden. Er durfte also auf der Bühne
spielen und war ganz nah am Geschehen, als die Schulsenatorin Hamburgs Frau
Goetsch den ersten Zug ausführte.
Nach dem Wettkampf gegen das andere Alsterufer konnten sich die Spieler bei
einem Simultankampf mit dem aktuellen Deutschen Meister im Schach, Nikals
Huschenbeth vom Hamburger Schachklub, messen oder auch am größten
Schachtraining der Welt teilnehmen und ihre grauen Zellen trainieren. Nach etwas
mehr als zwei Stunden konnte sich die Ganztagsschule St. Pauli bei der
Siegerehrung über den großen Wanderpokal des Alsteruferturniers freuen. Martin
stand der Fritz&Fertig- Redaktion gegen Ende des Turniers Rede und Antwort.
Fritz&Fertig- Redaktion: Wie heißt du und wo kommst du her?
Martin: Ich bin Martin Ligenza (10 Jahre) und gehe in die vierte Klasse der
Grundschule Genslerstraße.
Fritz&Fertig-Redaktion: Wie lange spielst du denn schon Schach und wie
hast du es gelernt?
Martin: Ich spiele jetzt seit 2-3 Jahren Schach und habe es in der 2. Klasse
meiner Schule von Herrn Fromm gelernt. Wir haben bei uns Schach als
Schulfach und bei uns lernt jeder Schach zu spielen.
Fritz&Fertig-Redaktion: Gegen wen spielst du denn Schach außerhalb der
Schule?
Martin: Zu Hause spiele ich gegen meine Schwester (8 Jahre). Meine Eltern
finden es gut, dass ich Schach lerne und spiele, spielen aber nichts selbst. In
einem Verein spiele ich aber noch nicht.
Fritz&Fertig-Redaktion: Wie ist den der Vergleichkampf gegen Durban
ausgegangen?
Martin: Ich habe mit meinen Schulkameraden zwei Beratungspartien gegen Durban
gespielt und wir konnten beide für uns entscheiden. Das Alsteruferturnier ist
eine tolle Veranstaltung und im nächsten Jahr bin ich bestimmt auch wieder
dabei.
Liveschaltung nach Durban (Martin 3. von links)

Frau Goetsch (Schulsenatorin von Hamburg) macht neben Martin den 1. Zug
Der Ansturm der Schüler auf das Alsteruferturnier beginnt

Ein Blick in den prall gefüllten Turniersaal des Alsteruferturniers

Deutsche Meister unter sich, Björn Lengwenus (Organisator und Deutscher
Hauptschullehrermeister 2010), Marco Bode (ehemaliger Fußballprofi und
Fußballmeister 1993 mit Werder Bremen) und Niklas Huschenbeth
(Schüler und Deutscher Schachmeister 2010)

Die Siegermannschaft der Ganztagsschule St. Pauli